„Viele Frauen sind ohnmächtig, wenig gepflegt oder haben zerknitterte Hüte.
Die Männer sind schlecht gelaunt.“

[Aus einer Hausarbeit. Übereinstimmungen mit lebenden Personen sind rein zufälliger Natur.]

Kültür anfassen

Zunächst eine kleine Ausführung zum Kültür-Begriff von Gastkünstlerin Jule, Fotografin. Hier ein Auszug aus einem Ausstellungsbericht

[…] Es gab ja auch eine Performance. Die Kinder haben natürlich Bauklötze gestaunt, und warscheinlich haben sie gedacht: Die Erwachsenen sind doch alle nicht ganz dicht!!!
Greta hat jedenfalls schnell „Freundinnen“ gefunden, und die sind dann zusammen ganz aufgeregt durch alle Stockwerke geflitzt. Sehr süß. Einmal hab ich Greta allerdings dabei erwischt, wie sie einer Wachs-Skulptur an den Pimmel fasste. Ich hab den Mädels dann eingeschärft, daß sie hier zwar rumdüsen dürften, jedoch bitte die Skulpturen nicht anfassen sollten.
Hab dann belauscht, wie Greta zu ihren Freundinnen meinte: „Meine Mama hat erlaubt, daß wir die Treppe runterdürfen, wir sollen aber keine Kültür anfassen.“

Wir dürfen dagegen diese Woche so viel Kültür anfassen, dass ich mir schon vorkommen wie im Kulturspiegel, diesen Monat: „Percanta plant ihren Juni“.
Samstag war Perantos Konzert mit den beiden Eduardos, ein, wie uns später geschrieben wurde, „charmanter Abend“.
Sonntag habe ich selbst gesungen, Buxtehude und Bach, aber nur zur feierlichen Umrahmung einer Amtseinführung.
Dienstag waren Percanto und ich in Hamburg, seinen Pass „renovieren“, wie er meinte. Als alles geschafft war, ..
Wurm und Fotos…
Morgen (Donnerstag) gehe ich zu Kathrin Passig ins Literarische Zentrum und bin schon sehr gespannt. Wenn Meike Karten bekommt gehen wir schließlich am Sonntag in Kassel in die Oper, Rossini…

Beliebte Vornamen #3

Heute, mit meiner Mutter auf dem Weg zu mir nach Hause, haben wir einen Abstecher zum Wolfsburger Friedhof gemacht. Dort liegen meine Großeltern, mein Großvater hat heute Todestag und wir haben das Grab ein wenig entwintert und Blumen gebracht.

Einige Reihen weiter liegt ein Ehepaar, weißer Stein, geschwungene Buchstaben. Sie heißt Emma Mai, er August Mai.

August Mai, geboren 1899, gestorben 1981.

Ich stelle ihn mir nett vor. Sommerlich.
(Tag und Monat der Lebensdaten standen nicht auf dem Stein.)

Autismus?

Aus Anlass des Artikels im aktuellen Spiegel „Das Schmollen der Autisten. Hat die deutsche Filmkritik ausgedient?“ von Günter Rohrbach, S. 156f., in dem Autismus für „Egotrip“, „Spezialisierung der Kritiker“ und „kommunikative Verweigerung“ zu stehen scheint, sei verwiesen auf Monis klugen Artikel Autismus als Metapher.

Grenzübergang

Die Kategorien hängen noch im alten Jahr fest.
Beim Fondue biete ich an: „In der Schale ist Rind, und in dieser ist Fleisch.“ Später: „Dieser Kerzenleuchter ist aus Silber, der hier aus dem Keller.“

Zitat für mich

Beim Passiv-und-Offline-Bloggen habe ich eine von vielen Fragen auf Ankes Seite beantwortet („Grab the book nearest to you, turn to page 18, find line 4. Write down what it says“) – und ohne Überschrift und Leerzeilen kam das raus:

„Tinte, Federn, auch etwas Herz und viel“

Danke Danke Danke, Adam Zagajewski! (Die Wiesen von Burgund, Ü Karl Dedecius).
Darf ich den Vers jetzt behalten?

[ www.ankegroener.de – und wie bekomme ich den Link unsichtbar in den Namen?!]