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	<description>Tinte, Federn, auch etwas Herz und viel</description>
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		<title>Maitag</title>
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		<pubDate>Sat, 25 May 2013 07:07:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Percanta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle reden vom Wetter]]></category>
		<category><![CDATA[Lauter Lyrik]]></category>

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		<description><![CDATA[Herr: es ist Zeit. Der Winter war sehr groß. Wir leben lange schon in tiefem Schatten, Und werden all den Schnee nicht los. So wirf doch einen Blick auf den Kalender, Wär es nicht Zeit für südlichere Tage? Verzeih wenn &#8230; <a href="http://percanta.de/2013/05/25/maitag/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Herr: es ist Zeit. Der Winter war sehr groß.<br />
Wir leben lange schon in tiefem Schatten,<br />
Und werden all den Schnee nicht los.</p>
<p>So wirf doch einen Blick auf den Kalender,<br />
Wär es nicht Zeit für südlichere Tage?<br />
Verzeih wenn ich dich nerve mit der Frage,<br />
Doch setz dem schlechten Wetter mal ein Ende.</p>
<p>Was jetzt nicht grünen kann, grünt nimmermehr,<br />
Wer jetzt noch bleich ist, wird es lange bleiben,<br />
Das gilt für Menschen, Beeren und Tomaten;<br />
Sogar die Vogelscheuche fröstelt dort im Garten.<br />
Herr, es ist Zeit für Licht. Wir warten.</p>
<p><em>(jetzt Ihr.)</em></p>
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		<title>Der kleine Naturforscher (II)</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 16:39:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Percanta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Listen die die Welt erklären]]></category>
		<category><![CDATA[Neues vom Storch]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach der kleinen Exkursion in die verschachtelte Zoologie (hier) noch ein Ausflug in die Botanik. Auf dem Rückweg vom Kindergarten bemerkten wir lauter neue Blumen, weiße Buschwindröschen und gelbe, hm, wahrscheinlich Huflattich? So kleine gelbe, was blüht denn so früh? Bzw. &#8230; <a href="http://percanta.de/2013/04/18/der-kleine-naturforscher-ii/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der kleinen Exkursion in die verschachtelte Zoologie (<a href="http://percanta.de/2013/04/18/nahrungskette/">hier)</a> noch ein Ausflug in die Botanik. Auf dem Rückweg vom Kindergarten bemerkten wir lauter neue Blumen, weiße Buschwindröschen und gelbe, hm, wahrscheinlich Huflattich? So kleine gelbe, was blüht denn so früh? Bzw. so gleichzeitig?<br />
&#8220;Mami, wie heißen die Blumen an der roten Rutsche im Kindergarten?&#8221; Ich weiß es nicht? &#8220;Die sind so klein und gelb, die Blume ist gelb und so dipp dipp dipp.&#8221; Hm, ich weiß nicht. Du kannst sie mir ja morgen mal zeigen. Waren das auch solche wie gerade eben? &#8220;Nein. Wir müssen das mal in dem Buch suchen, und wenn ich sie sehe, dann musst Du mir die Buchstaben vorlesen, die da stehen.&#8221; So machen wir es. Und dazu gibt es das erste Eis auf dem Balkon, was jetzt als natürliches Lesezeichen die Seiten &#8220;Gelbe Blüten&#8221; verklebt. Nuno blättert und schüttelt den Kopf. Kein Löwenzahn. Keine Butterblume. Nein. Nein. Nein. &#8221;Nein, da kein Weiß dabei, nur Gelb, so, dipp dipp dipp, ohne was in der Mitte.&#8221; Auf Seite 374/75 wird er fündig: Es ist Wiesen-Wachtelweizen, da ist er sicher. <em>Wiesen-Wachtelweizen</em>, das hätte ich auch an der roten Rutsche nicht benennen können.<img class="aligncenter size-medium wp-image-1202" alt="IMG_7417" src="http://percanta.de/files/2013/04/IMG_7417-300x224.jpg" width="300" height="224" /></p>
<p>Zur Vertiefung dieser unreflektierten Anekdote empfehle ich zwei sehr durchdachte, lange und lesenswerte Beiträge: das Nuf mit <a href="http://dasnuf.de/kinder-kinder/das-naturdegenerierte-kind/">&#8220;Das naturdegenerierte Kind&#8221;</a> und Herrn Buddenbohm mit <a href="http://www.herzdamengeschichten.de/2013/04/16/fruhkindliche-forderung-2/">&#8220;Frühkindlicher Förderung&#8221;</a>.</p>
<p><em>Update:</em> Nach eingehender Untersuchung der Blüten an den Büschen auf dem Weg befand Nuno heute früh, es könnten doch Forsythien sein. Wir bleiben aber dran und begutachten heute Nachmittag noch einmal die fraglichen gelben Blumen an der Rutsche.</p>
<p><em>Update II</em>: Wir haben die Umgebung der roten Rutsche inspiziert. Dort steht tatsächlich ein Forsythienstrauch; die  Beschreibung &#8220;kleine Blume und nur ganz kleines Grün&#8221; für einen Kindergröße deutliche überschreitenden Strauch ist aber auch erklärbar: Der Strauch war das eine, Nuno wollte aber vor allem eine botanische Bestimmung der sehr kurzstengeligen gelben Blüten zwischen den Grashalmen. Es ist aber keine neue Art, es handelt sich lediglich um einzelne herabgewehte Forsythien-Blüten auf der Wiese. Für die seine Beschreibung &#8220;kleine Blume, eine gelbe Blüten ohne was in der Mitte, nur so dipp dipp dipp, ganz kleines Grün&#8221; doch recht zutreffend war.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Nahrungskette</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 16:04:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Percanta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Listen die die Welt erklären]]></category>
		<category><![CDATA[Neues vom Storch]]></category>

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		<description><![CDATA[Und dann war da noch Nunos Überlegung, was mit dem Frosch passiert, wenn der Storch ihn am Stück schluckt. Und anders kann ein Storch das ja eigentlich nicht, denn er hat ja keine Zähne und kann ihn nur ganz herunterschlucken. &#8230; <a href="http://percanta.de/2013/04/18/nahrungskette/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Und dann war da noch Nunos Überlegung, was mit dem Frosch passiert, wenn der Storch ihn am Stück schluckt. Und anders kann ein Storch das ja eigentlich nicht, denn er hat ja keine Zähne und kann ihn nur ganz herunterschlucken. Wahrscheinlich quakt er dann im Bauch vom Storch, das Prinzip ist ihm aus <em>Peter und der Wolf</em> bekannt. &#8220;Und dann kann er seine lange Zunge aus dem Maul vom Storch rausstrecken, also aus dem Schnabel. So bl blb bl bl, so guckt dann die Zunge vom Frosch aus dem Schnabel. Er hat ja so eine lange Zunge.&#8221; Und was passiert dann, wenn der Frosch aus dem Storchenbauch heraus mit seiner langen Zunge eine Fliege fängt? &#8220;Lebt die Fliege dann auch? Dann ist die Fliege im Bauch vom Frosch und der Frosch ist im Bauch vom Storch.&#8221;<br />
Wir lassen das Bild ein bisschen sacken. Fliege in Frosch in Storch. Eine klassische Nahrungskette, nur etwas komprimiert. &#8220;Oh! So eine Puppe habe ich doch! Die mit dem Baby! Eine Puppe und noch eine Puppe und noch eine Puppe, immer innendrin.&#8221; Der Babuschka-Storch, natürlich. Achten Sie mal drauf, Sie erkennen ihn an der langen Zunge.</p>
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		<title>Der Sache auf den Grund gehen</title>
		<link>http://percanta.de/2013/04/14/der-sache-auf-den-grund-gehen/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Apr 2013 12:06:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Percanta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Listen die die Welt erklären]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie haben auch das Gefühl, in dem einen Unterschrank in Ihrer Küche riecht es schlecht? Ich kenne das. Und ich weiß, was man dagegen tun kann, wenn man ein bisschen Mut zusammennimmt. Ich habe Ihnen das mal aufgeschrieben. Gehen Sie &#8230; <a href="http://percanta.de/2013/04/14/der-sache-auf-den-grund-gehen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sie haben auch das Gefühl, in dem einen Unterschrank in Ihrer Küche riecht es schlecht? Ich kenne das. Und ich weiß, was man dagegen tun kann, wenn man ein bisschen Mut zusammennimmt. Ich habe Ihnen das mal aufgeschrieben. Gehen Sie der Sache auf den Grund. Sie können das.</p>
<p>1. Öffnen Sie die Schranktür.<br />
2. Stecken Sie den Kopf in den Schrank und atmen Sie durch die Nase ein.<br />
3.Ok. Nun öffnen Sie die zugeknallte Tür wieder, Abhauen gilt nicht.<br />
4. Versuchen Sie sich vorzustellen, was derart stinken kann.<br />
5. Verdrängen Sie Bilder zersetzter Mäuse und madenwimmelnder Kadaver.<br />
6. Überprüfen Sie, was Sie außer Tellern und Platten noch im unteren Schrank haben.<br />
7. Die Schale mit den Ostersüßigkeiten und die Keksdose sehen gut aus. Suchen Sie weiter.<br />
8. Nehmen Sie vorsichtig die Plastiktüte mit den Schokoladeneiern und -hasen heraus.<br />
9. Fassen Sie Mut.<br />
10. Öffnen Sie die Tüte ganz.<br />
11. Kehren Sie von der offenen Balkontür wieder in die Küche zurück.<br />
12. Vermeiden Sie zu atmen.<br />
13. Schauen Sie nochmal in die Tüte.<br />
14. Freuen Sie sich: Es ist kein totes Tier.<br />
15. Stellen Sie fest, dass zwischen den Schokoladeneiern auch ein gekochtes Ei war.<br />
16. Das beim Transport im Zug offenbar zerbrochen ist.<br />
17. Kippen Sie, bevor der Fluchtreflex einsetzt, alles in die Spüle und befördern in der gleichen Bewegung das Ei samt Tüte in den Müll.<br />
18. Versuchen Sie nicht zu kotzen.<br />
19. Knoten Sie die Mülltüte zu und rennen Sie in den Hof zur großen Mülltonne, rein damit, Deckel zu.<br />
20. In angemessener Entfernung atmen Sie wieder ein.<br />
21. Punkt 18 ist unrealistisch. Grämen Sie sich nicht, wenn Sie an der Stelle versagt haben.</p>
<p>Viel Erfolg.</p>
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		<title>Wir verstehen uns</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Apr 2013 14:23:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Percanta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Begegnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Neues vom Storch]]></category>
		<category><![CDATA[Verhört und Verlesen]]></category>
		<category><![CDATA[Zungenschlag]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Frau setzt sich neben Nuno. Sie: &#8220;Das ist aber eine scharfe Mütze!&#8221; Er: &#8220;Nee, das sind Piraten.&#8221; Sie: &#8220;Ach, toll, eine Piratenmütze hast Du auch?&#8221; Er: &#8220;Aber keine mit Schafen.&#8221;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Frau setzt sich neben Nuno.<br />
Sie: &#8220;Das ist aber eine scharfe Mütze!&#8221;<br />
Er: &#8220;Nee, das sind Piraten.&#8221;<br />
Sie: &#8220;Ach, toll, eine Piratenmütze hast Du auch?&#8221;<br />
Er: &#8220;Aber keine mit Schafen.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Mit Bleistift denken</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Apr 2013 16:27:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Percanta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch als Fremdsprache]]></category>
		<category><![CDATA[Geisteswissenschaften und andere Randgruppen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunscht]]></category>
		<category><![CDATA[Lauter Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzen]]></category>

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		<description><![CDATA[Isa erzählt ein bisschen von Zwischenstationen auf dem Weg zu ihrem Beruf als Literaturübersetzerin. Vor allem aber zeigt sie uns dabei ein altes, gründlich bearbeitetes Blatt, eine Manuskriptseite, auf welcher der Ausgangstext von den Anmerkungen, Übersetzungsüberlegungen und Pfeilen völlig umrankt &#8230; <a href="http://percanta.de/2013/04/05/mit-bleistift-denken/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Isa erzählt ein bisschen von Zwischenstationen auf dem Weg zu ihrem Beruf als Literaturübersetzerin. <a href="http://isabelbogdan.de/2013/04/04/fundstuck-16/">Vor allem aber zeigt sie uns dabei ein altes, gründlich bearbeitetes Blatt, eine Manuskriptseite, auf welcher der Ausgangstext von den Anmerkungen, Übersetzungsüberlegungen und Pfeilen völlig umrankt und überwuchert wird.</a> (Unlesbar war er vor dieser gründlichen Bearbeitung auch schon, für mich jedenfalls.) Wunderschön. Ich liebe solche Skizzentextblätter. Einmal habe ich mir von einer Studentin das Blatt mit ihren vielfarbigen Überlegungen um ein zu interpretierendes Gedicht herum schenken lassen, einfach weil ich dieses gekritzelte Denken so gerne anschaue. Schön.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Natürlich und artgerecht</title>
		<link>http://percanta.de/2013/04/04/naturlich-und-artgerecht/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Apr 2013 08:42:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Percanta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Percanta und ich]]></category>
		<category><![CDATA[Verhört und Verlesen]]></category>
		<category><![CDATA[Zungenschlag]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich esse nur Dünkelkekse. Das bin ich meinen Titeln schuldig.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich esse nur Dünkelkekse. Das bin ich meinen Titeln schuldig.</p>
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		<title>O tempora</title>
		<link>http://percanta.de/2013/04/03/o-tempora/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Apr 2013 07:57:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Percanta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Begegnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Klammerbeutel - Schrauben - Tassen]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich sagte, bei meinen Studentinnen und Studenten inzwischen kaum noch etwas vorauszusetzen, klänge das viel kulturpessimistischer als es gemeint wäre. Tatsächlich habe ich aber gelernt, dass meine Studenten und mich inzwischen fast eine Generation trennt, gefühlt zwei. Wenn ich &#8230; <a href="http://percanta.de/2013/04/03/o-tempora/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich sagte, bei meinen Studentinnen und Studenten inzwischen kaum noch etwas vorauszusetzen, klänge das viel kulturpessimistischer als es gemeint wäre. Tatsächlich habe ich aber gelernt, dass meine Studenten und mich inzwischen fast eine Generation trennt, gefühlt zwei. Wenn ich nach Ereignissen vor der Wende frage (Rezeption eines politisch engagierten chilenischen Lyrikers beispielsweise, ob sich die ihrer Einschätzung nach in West- und Ost-Deutschland unterschieden haben könnte), dann muss mir klar sein, dass ich mich bei 1993 Geborenen damit auf reines Geschichtswissen beziehe. Die Vorwendezeit können sie beim besten Willen und größtem Engagement nicht erinnern. Entsprechend muss ich auch bei Lektüre-Erfahrungen einfach einen Schritt zurücktreten – die Voraussetzungen sind nun mal nicht (mehr) vergleichbar. Ich weiß nicht, ob sie weniger gelesen haben als wir Studienanfänger vor 15 Jahren, sicher aber anderes. (Ich freue mich trotzdem über jedes schon gelesene oder zum vom Hörensagen bekannte Buch.)<br />
Dennoch. Da war dann diese Gruppe Studenten, eine junge Frau und zwei junge Männer, ich würde sie auf Mitte 20 schätzen, die uns im irgendwo zwischen Hannover und Nordsee im Zug Richtung Norden gegenüber saßen und viele Kilometer lang rätselten, wie die Vorwahl von Niedersachsen sei. Ein Gleichaltriger im gleichen Wagen schaltete sich irgendwann ein und erklärte, jede Stadt oder jeder Landkreis habe seine eigene Vorwahl, sie müssten also für die richtige Vorwahl schon mehr wissen als das Bundesland. Die anderen konnten das nicht glauben, in Hamburg aufgewachsen waren sie, so ihre Erklärung, stets davon ausgegangen, dass jedes Bundesland eine eigene Vorwahl habe. Und nur eine. Der Hilfsbereite nannte als Beispiel die Vorwahl von Emden. Da käme er her, das sei ganz sicher nicht die Vorwahl für das ganze Land. Die Blicke blieben skeptisch. Vielleicht, möglicherweise, eventuell in Niedersachsen; um den Einheimischen nicht zu verärgern wolle man das – für die Dauer der Fahrt, sagten die Blicke – akzeptieren. In Schleswig-Holstein sei das aber wie in Hamburg und Bremen. Da gebe es auch für das ganze Land nur eine Vorwahl. Eine 040 für alle. (Wie die Vorwahl von Schleswig-Holstein lautete, fiel ihnen nicht ein, aber wann muss man denn auch auf Festnetz ins Nachbarland telefonieren.)<br />
Vorwahlen gehören nun wahrlich nicht zum erwarteten mitgebrachten Fachwissen meiner beruflichen Spezialisierung, auch früher nicht, und ich werde nie in die Verlegenheit kommen, Telefonnummern abzufragen. (Hoffe ich.) Und immerhin kannten die jungen Leute aus dem Stand gleich vier Bundesländer, da wäre möglicherweise auch noch mehr drin gewesen. Dennoch hinterließ mich diese Szene etwas ratlos. Ja, vielleicht doch ein Anflug von Kulturpessimismus.<br />
Ratlos nicht zuletzt vielleicht, weil sie auf ihren Smartphones nach dem Prinzip von <i>trial and error</i> zwar verschiedene Vorwahlen zur vorhandenen Rufnummer einer Mitfahrgelegenheit ausprobierten, die aber eventuell auch eine Handynummer war, auch das war nicht sicher, jedoch keiner aus dieser Generation nach langem Zweifeln und Rätseln einfach mal googelte, wie sie denn nun wirklich sei, die gesuchte Vorwahl von Niedersachsen. Etwas auf dem mitgeführtem Smartphone googlen!<i> Das </i>sollte man doch als Kernkompetenz voraussetzen dürfen!<br />
Ich setze nichts mehr voraus.<br />
(Die Nummer der Auskunft ist 11880. Ohne Vorwahl.)</p>
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		<title>Frühlingsanfang</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Mar 2013 17:21:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Percanta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle reden vom Wetter]]></category>
		<category><![CDATA[Bild]]></category>

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		<description><![CDATA[Frühlingsanfang bei Stoikern. Das Kind wartet, dass der Sand auftaut. Bis dahin gibt es Eiskuchen. Und die Amsel auf dem Balkon lässt sich einschneien, reglos. &#8220;Tummetott spricht zu ihnen. Wichtelworte raunt er ihnen zu: &#8216;Viele Winter und viele Sommer sah &#8230; <a href="http://percanta.de/2013/03/20/fruhlingsanfang/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Frühlingsanfang bei Stoikern. Das Kind wartet, dass der Sand auftaut. Bis dahin gibt es Eiskuchen. Und die Amsel auf dem Balkon lässt sich einschneien, reglos.</p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-1176" alt="IMG_7223" src="http://percanta.de/files/2013/03/IMG_7223-1024x864.jpg" width="584" height="492" /> <a href="http://percanta.de/files/2013/03/IMG_7229.jpg" rel="lightbox[1175]"><img class="aligncenter size-large wp-image-1177" alt="IMG_7229" src="http://percanta.de/files/2013/03/IMG_7229-1024x768.jpg" width="584" height="438" /></a> <a href="http://percanta.de/files/2013/03/IMG_7161.jpg" rel="lightbox[1175]"><img class="aligncenter size-large wp-image-1178" alt="IMG_7161" src="http://percanta.de/files/2013/03/IMG_7161-1024x768.jpg" width="584" height="438" /></a></p>
<p>&#8220;Tummetott spricht zu ihnen. Wichtelworte raunt er ihnen zu: &#8216;Viele Winter und viele Sommer sah ich kommen und gehn. Geduld nur, Geduld! Der Frühling ist nah.&#8217;&#8221; (Astrid Lindgren: <em>Tomte Tummetott</em>. Ü: Silke von Hacht.)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Fünf Kinderbücher plus drei</title>
		<link>http://percanta.de/2013/03/19/funf-kinderbucher-plus-drei/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Mar 2013 17:52:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Percanta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Listen die die Welt erklären]]></category>
		<category><![CDATA[Neues vom Storch]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich gestern meine &#8220;Fünf Bücher&#8221; vorstellen durfte, wurde ich nach dem Verbleib einiger anderer Lieblingsbücher gefragt, die es nur oder nicht mal auf die Shortlist geschafft hatten (Kommentare dazu kommen noch), und ich wurde nach den Lieblingsbüchern von Nuno &#8230; <a href="http://percanta.de/2013/03/19/funf-kinderbucher-plus-drei/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich gestern meine &#8220;<a href="http://fuenfbuecher.de/friederike-von-criegern/">Fünf Bücher</a>&#8221; vorstellen durfte, wurde ich nach dem Verbleib einiger anderer Lieblingsbücher gefragt, die es nur oder nicht mal auf die Shortlist geschafft hatten (Kommentare dazu kommen noch), und ich wurde nach den Lieblingsbüchern von Nuno gefragt. Die Frage habe ich an ihn weitergeleitet, und anders als ich konnte er sich sehr schnell entscheiden. &#8220;Wir nehmen die fünf dicksten&#8221;, sagte er, er ist nämlich ein Vorlesetierchen und genießt es über alle Maßen, vorgelesen zu bekommen. Seine Großmutter liest ihm am Telefon stundenlang vor, während er wie eine Katze auf der Rücklehne des Sofas liegt. Zur Zeit fordert am Telefon <em>Joppe</em> von Gunnel Linde, aus dem Regal gezogen hat er andere &#8211; und dann doch nicht nur die dicksten, aber am Ende mehr als fünf. Wir lassen das jetzt so. Die Begründungen sind alle von Nuno, 4 Jahre und 5 Wochen alt. Ich habe nur protokolliert, das hat sich in diesem Blog ja bewährt.</p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-1167" style="color: #333333;font-size: 15.555556297302246px;font-style: normal;line-height: 26.666667938232422px" alt="IMG_7217" src="http://percanta.de/files/2013/03/IMG_7217-768x1024.jpg" width="584" height="778" /></p>
<p><strong>1. Otfried Preußler: </strong><i><strong>Räuber Hotzenplotz </strong><br />
</i>Der Räuber Hotzenklotz! Weil der Seppl und der Kasper die Spur vom Sand gefunden haben. Und weil da ein Polizeimann vorgelesen war. Ich fande es gut, weil der Petrosilius Zwackelmann zaubern konnte.</p>
<p><strong>2. Janosch: <i>Ich mach dich gesund, sagte der Bär<br />
</i></strong>Ich finde das gut, weil er dem kleinen Tiger geholfen hat. Und der Arzt! Und der hat gesagt, nächstes Mal werde ich aber krank, dabei weiß man gar nicht, wann man krank wird.</p>
<p><strong>3. Otfried Preußler: <i>Der kleine Wassermann<br />
</i></strong>Weil der auf dem Karpfen Cyprinus schwimmen durfte. Und den Vater mag ich, weil der kleine Wassermann einmal draußen schwimmen durfte, als er ganz weit weg vom Ufer war.</p>
<p><strong>4. Tomi Ungerer: </strong><i><strong>Crictor, die gute Schlange</strong><br />
</i>Weil da der Polizist dabei war, und die Schlange, weil die den Dieb gefesselt hat, und die Frau. Die heißt Madame Louise Bodot. Und dass die Schlange Zahlen machen kann. Können Schlangen so welche Zahlen?</p>
<p><strong>5. Sven Nordqvist: <i>Ein Feuerwerk für den Fuchs<br />
</i></strong>Und bei Findus mag ich, dass der ein Gespenst war. Und das war alles.</p>
<p><strong>plus 1. Astrid Lindgren:</strong> <em><strong>Lotta zieht um<br />
</strong></em>Oh, dieses finde ich glaube ich nicht gut, weil die so böse ist. Aber ich finde es trotzdem gut.</p>
<p><strong>plus 2. Astrid Lindgren: </strong><strong><em>Weihnachten in Bullerbü<br />
</em></strong>Den Großvater. Wir haben schon viele Bücher, aber das soll auch bleiben.</p>
<p><strong>plus 3. A.A. Milne: <em>Pu der Bär</em><br />
</strong>Weil der Pu der Bär… ich finde nicht gut, dass der in die Dornen gefallen ist. Aber dass ihm vorgelesen wird, am Freitag. Das mag ich. Und ich will, dass wir das ganze dicke Buch jetzt lesen.</p>
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		<title>Fünf Bücher</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Mar 2013 07:49:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Percanta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Listen die die Welt erklären]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute darf ich als Nummer 178 bei &#8220;Fünf Bücher&#8221; mitmachen. Bei diesem schönen Projekt geht es um folgendes: In jedem Regal gibt es Bücher, mit denen wir eine Geschichte verbinden (z.B. ein Buch aus der Kindheit, aus dem die Großmutter &#8230; <a href="http://percanta.de/2013/03/18/funf-bucher/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute darf ich als Nummer 178 bei &#8220;<a href="http://fuenfbuecher.de/friederike-von-criegern/#more-6471">Fünf Bücher</a>&#8221; mitmachen. Bei diesem schönen Projekt geht es um folgendes:</p>
<blockquote><p><a href="http://fuenfbuecher.de/">In jedem Regal gibt es Bücher, mit denen wir eine Geschichte verbinden (z.B. ein Buch aus der Kindheit, aus dem die Großmutter immer vorlas) oder solche, die sich nur schwer digital ersetzen lassen (Liebhaberstücke, Bildbände, etc.). Oft sind es aber auch Bücher, die uns aus anderem Grund viel bedeuten, weil sie uns nachhaltig geprägt, besonders berührt oder sogar verändert haben.</a></p></blockquote>
<p>Heute also ich, mit fünf Titeln von fünf Autoren, deren Auswahl mir schwer fiel (einen Teil meiner Longlist findet sich in der letzten Kurzbesprechung) und die dennoch vielleicht nicht wirklich überraschend ist.</p>
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		<title>Vom Fenster gesehen</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Mar 2013 10:31:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Percanta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Begegnungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich kurz vor Mitternacht ans Fenster trete, um die Gardinen zu schließen, sehe ich ihn. Auf dem verschneiten Weg zwischen den Garagen und dem Wald ist ein Jogger unterwegs, in einer engen schwarzen Hose und mit einer Mütze läuft &#8230; <a href="http://percanta.de/2013/03/13/vom-fenster-gesehen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich kurz vor Mitternacht ans Fenster trete, um die Gardinen zu schließen, sehe ich ihn. Auf dem verschneiten Weg zwischen den Garagen und dem Wald ist ein Jogger unterwegs, in einer engen schwarzen Hose und mit einer Mütze läuft er bergauf, stadtauswärts in Richtung Harz. Und er zieht einen leeren Schlitten. Ich schaue ihm nach, bis er mit langen, federnden Schritten im Dunkeln verschwunden ist. Ein Jogger mit Schlitten. Ich bleibe eine Weile am Fenster stehen, wo nichts mehr passiert, und denke darüber nach, in welcher Art Film mitten in der Nacht ein Jogger mit Schlitten vorbeikäme. In einem Krimi hätte er irgendeine sich noch erschließende Funktion (ein Zeuge, vielleicht der Mörder selbst) und würde in einer späteren Szene wieder auftauchen. Aber so eine Art Film ist das nicht. Also wird er nicht zurückkommen, er wird nicht die gerade zurückgelegte Strecke wieder herunterrodeln und es wird nicht erklärt werden, warum er um Mitternacht einen Schlitten zieht, im Laufschritt.</p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-1160" alt="IMG_7131" src="http://percanta.de/files/2013/03/IMG_7131-1024x768.jpg" width="584" height="438" /></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Lovesong</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Mar 2013 18:50:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Percanta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild]]></category>
		<category><![CDATA[Lala]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-large wp-image-1156" alt="IMG_7090" src="http://percanta.de/files/2013/03/IMG_7090-1024x768.jpg" width="584" height="438" /></p>
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		<title>Reimen</title>
		<link>http://percanta.de/2013/02/21/reimen-2/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Feb 2013 19:53:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Percanta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lauter Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Limericks]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe gerade mal wieder einen Übersetzungsauftrag, es geht um alte, volkstümliche Lieder aus Spanien, zum Teil auf Sephardisch. Die Texte sind nicht immer streng rhythmisch, und ihre Reime sind eher unregelmäßig verteilt und ganz überwiegen assonant. Auf Deutsch wären &#8230; <a href="http://percanta.de/2013/02/21/reimen-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe gerade mal wieder einen Übersetzungsauftrag, es geht um alte, volkstümliche Lieder aus Spanien, zum Teil auf Sephardisch. Die Texte sind nicht immer streng rhythmisch, und ihre Reime sind eher unregelmäßig verteilt und ganz überwiegen assonant. Auf Deutsch wären es &#8220;unreine Reime&#8221;, im Spanischen sind solche Reime aber nicht despektiertlich &#8220;unrein&#8221; &#8211; und tunlichst zu vermeiden &#8211; sondern schlicht eine andere Art Reime, die genauso viel wert sind und oft gezielt einzusetzen sind als integraler Bestandteil bestimmter Gattungen. Ich übersetze sie trotzdem wenn möglich mit &#8220;reinen Reimen&#8221;, da Assonanzen im Deutschen eher wie klägliches Versagen des (Nach-)Dichters klingen. Ich brüte also über mehrere Hundert Jahre alten Versen und versuche sie in ein klingendes, angemessenes Deutsch zu bringen, da tritt Isa nebenan eine <a href="http://isabelbogdan.de/2013/02/20/auf-besonderen-wunsch-eines-einzelnen-herrn/">Limerick-Lawine</a> los. Sie sucht Säuisches in strenger Form und heiterem Sinn. Säuisch kann ich ja nicht, dafür bin ich viel zu bieder, aber bei Limericks kann ich schlecht widerstehen. Also reime ich Limericks, schreibe sie nebenan in die Kommentare, kehre dann brav zu mir nach Hause zurück und habe doch fortan beim Übersetzen einen Limerick-Sound im Ohr. Das kann ganz gut sein, in meinen Übersetzungskursen habe ich manchmal lange Texte als Limerick übersetzen zu lassen &#8211; als Fingerübung und um sich von der Wörtlichkeit zu lösen. Meine sephardischen Lieder sind allerdings keine Limericks, das Reimzentrum ist nun aber gelockert und formuliert so manchen Vers entspannt um, Hauptsache die Pointe sitzt. Dann ist da aber gar keine Pointe und ich muss zurück auf Anfang. Aber wer könnte einem Wels am Haken widerstehen, wenn auf wälzen und Laken gereimt werden soll? Eben.<br />
Oder der Schluss von diesem Lied:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/z3arRelda_I" height="360" width="640" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p>&#8220;Dámelos tú por amor<br />
Sabrás, la mi querida<br />
Que por tí me muero yo.&#8221;</p>
<p>Entweder macht man daraus einen Schlager, das passiert auch gern von allein (etwas weiter oben ist von sieben Städten die Rede, durch die er ging. Über sieben Brücken, und über den Wolken, da wird dann Marmorstein und Eisen sein.) Die folgenden Zeilen sind da doch eine vollkommen angemessene Übertragung, scheint mir:</p>
<p>&#8220;Aus Liebe gib sie mir,<br />
[...]<br />
ich sterbe doch für dir<br />
die Sprache stirbt gleich mit<br />
dann sterben wir zu dritt.&#8221;</p>
<p>Für eine Gernhardtisierung der Übersetzungen. Und jetzt mach ich aus dem Lied noch einen Limerick, so kann das ja nicht stehen bleiben.</p>
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		<title>Romantitelfoto</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Feb 2013 19:04:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Percanta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild]]></category>
		<category><![CDATA[Neues vom Storch]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich mal einen kitschigen Buchtitel brauchen sollte: Schnee, der auf Wimpern schmilzt. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich mal einen kitschigen Buchtitel brauchen sollte:<em> Schnee, der auf Wimpern schmilzt. </em></p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-1141" alt="IMG_6993" src="http://percanta.de/files/2013/02/IMG_6993-1024x768.jpg" width="584" height="438" /></p>
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		<title>Wir Gipfelstürmer</title>
		<link>http://percanta.de/2013/02/19/wir-gipfelsturmer/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Feb 2013 15:37:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Percanta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle reden vom Wetter]]></category>
		<category><![CDATA[Klammerbeutel - Schrauben - Tassen]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Nuno und ich um kurz nach 8 an die Bushaltestelle vor dem Haus kommen, stehen und sitzen da schon eine ganze Reihe Nachbarn, die sich, ungewöhnlich für den Wesenszug der Menschen dieser Region, ungewöhnlich vor allem aber für die &#8230; <a href="http://percanta.de/2013/02/19/wir-gipfelsturmer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Als Nuno und ich um kurz nach 8 an die Bushaltestelle vor dem Haus kommen, stehen und sitzen da schon eine ganze Reihe Nachbarn, die sich, ungewöhnlich für den Wesenszug der Menschen dieser Region, ungewöhnlich vor allem aber für die Uhrzeit, alle unterhalten. &#8220;Der kommt wohl auch nicht&#8221;, brummen sie, &#8220;angeblich ist ein Bus weiter unten liegengeblieben&#8221; und &#8220;ein Lieferwagen hat ihm die Vorfahrt genommen, vielleicht.&#8221; In der Nacht hat es wieder geschneit und es schneit immer noch, Nuno kickt kleine Schneebälle herum, leckt sich die Flocken von den Lippen und ist vergnügt, die Erwachsenen sind eher verärgert. Inzwischen ist die Abfahrtszeit des 8 Uhr 15-Busses deutlich verstrichen. Da es der Endpunkt der Linie ist und die Fahrer hier stets fünf bis acht Minuten Pause haben, ist auch das ungewöhnlich. &#8220;Der letzte ist auch nicht gekommen, der davor wohl auch nicht.&#8221; Bei der Infozentrale der städtischen Verkehrsbetriebe geht niemand ans Telefon, aber dass ich telefoniere, bringt die Smartphonebesitzer auf Ideen, sie googlen Verbindungen anderer Linien, die noch erreichbar sein könnten von hier oben aus, und dann bilden sich kleine Gehgemeinschaften in Richtung anderer möglicher Buslinien. Nuno und ich schließen uns zunächst ebenfalls einem Grüppchen an, erkennen aber bald, dass wir diesen Bus &#8211; wenn er denn fährt &#8211; auf vierjährigen Beinen in Schneeschuhen auch nicht erreichen werden, und außerdem gehen wir im Verhältnis zur Kita in die völlig falsche Richtung. Wir versuchen es Richtung Innenstadt, um dort unsere Umsteigeverbindung zu erwischen.<br />
Der Weg durch Schnee ist nicht unangenehm, wenn man beim Laufen Spuren und feuchte Schneebälle machen kann, ist die Strecke ohne größeres Murren zu schaffen, nur fast in Sichtweite der Haltestelle muss ich den kleinen Schneewanderer ein bisschen Huckepack nehmen. Nach etwas mehr als einer halben Stunde sind wir in der Stadt &#8211; und haben den Bus zur Kita knapp verpasst. Eine weitere halbe Stunde zu warten ist dann nicht mehr ganz so lustig, aber auch die Zeit geht um, und diese Linie scheint ganz regulär und pünktlich zu fahren.<br />
Was mit der Linie 9 sei, frage ich die Busfahrerin, ob die heute gar nicht fahre?<br />
&#8220;Nein&#8221;, erklärt sie knapp, &#8220;wegen des starken Schneefalls werden Höhenlagen heute nicht angefahren.&#8221; <em>Starker Schneefall! Höhenlagen!</em> Auch Sie werden nun sofort ein Bild von der Zugspitze im Kopf haben, 3 Meter Neuschnee über Nacht, eingeschneite Gemsen, nur kleine Glöckchen an den Hörnerspitzen verraten noch ihren Standort. Wenn nicht Zugspitze, dann doch zumindest das Bergpanorama irgendeines idyllischen, aber eben im Winter durch Lawinen abgeschnittenen Skiortes in den Alpen, wo Heidi in ihrer Berghütte ein Loch in die Eisblumen an der Scheibe kratzt, aber auch draußen nur Schnee, der das Fenster vollständig zugeweht hat. &#8220;Du kannst heute nicht zur Schule&#8221;, sagt der Almöhi, &#8220;im Frühjahr wieder.&#8221; Nur sagt er das natürlich im Dialekt.<br />
So ist die Natur, und es ist doch eigentlich toll, dass man auch als moderner Stadtmensch die Jahreszeiten noch auf diese Art merkt.<br />
Auch ich behaupte ja gerne, dass ich nun &#8220;auf dem Berg&#8221; wohne. Aber mich dürfen Sie da nicht zu ernst nehmen, ich komme nämlich aus einer Gegend, wo man in der Fahrstunde das Anfahren am Berg am Deich oder an der Schleusenbrücke lernt. Vor diesem Hintergrund ist jeder Hügel ein Gipfel, jede Kurve eine Serpentine und jedes in dieser Höhe, fast an der Baumgrenze anzutreffende Kaninchen ein Murmeltier. Und das geht offenbar nicht nur mir so, die städtischen Verkehrsbetriebe scheinen das ähnlich zu empfinden. <em>Wegen des starken Schneefalls werden Höhenlagen heute nicht angefahren.</em> Sie dürfen angemessen beeindruckt sein. Es sind nämlich bestimmt 5 cm Schnee, vertikal gemessen, horizontal noch deutlich mehr, und es handelt sich um die äußerste Höhenlage in einer Kleinstadt in Niedersachsen. In dem Bundesland, das seine Flachheit im Namen trägt. Ahoi und Glück auf, wie wir in den Bergen sagen.</p>
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		<title>Mehr Kraken</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Feb 2013 18:02:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Percanta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Expertentum in Krakenfragen wird zwar noch immer von einzelnen führenden Zoologen angezweifelt &#8211; doch, ich weiß schon, dass die Saugnäpfe normalerweise nicht außen sitzen, aber die Taschen und Reißverschlüsse an einzelnen Armen wären dafür sicher ein Feature, nach denen &#8230; <a href="http://percanta.de/2013/02/14/mehr-kraken/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Expertentum in Krakenfragen wird zwar noch immer von einzelnen führenden Zoologen angezweifelt &#8211; doch, ich weiß schon, dass die Saugnäpfe normalerweise <em>nicht</em> außen sitzen, aber die Taschen und Reißverschlüsse an einzelnen Armen wären dafür sicher ein Feature, nach denen sich mancher Oktopus die, nun, Fingerspitzen lecken würde -, dennoch werde ich neuerdings <a href="http://percanta.de/2013/02/05/ich-wollt-ich-war/">aus Gründen</a> vermehrt mit Kraken in Verbindung gebracht. Und so wurde mir in den letzten Stunden mehrfach ein anderer, ganz wunderbarer Krakenbeitrag zugespielt.<br />
Für alle, die auch nach Fasching Kraken fertigen möchte, <a title="Krake bauen" href="http://scienceblogs.de/weitergen/2013/02/echte-krake-selber-bauen/">hier &#8211; auf einem Science Blog! &#8211; eine großartige Bastelanleitung für eine <em>echte</em> Krake.</a> Toll. Und ganz einfach!</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://percanta.de/files/2013/02/IMG_6774.jpg" rel="lightbox[1125]"><img class="aligncenter  wp-image-1126" alt="IMG_6774" src="http://percanta.de/files/2013/02/IMG_6774-595x1024.jpg" width="350" height="603" /></a></p>
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		<title>Lernen</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Feb 2013 22:07:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Percanta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geisteswissenschaften und andere Randgruppen]]></category>
		<category><![CDATA[Kram]]></category>
		<category><![CDATA[Listen die die Welt erklären]]></category>
		<category><![CDATA[Percanta und ich]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe einen Doktortitel, der mir noch nicht aberkannt wurde. Ich habe eine Prüferlizenz für die Zentrale Mittelstufenprüfung Deutsch und eine Zulassung als Master-Prüferin. Ich könnte Euch Flattervögel erklären, Mürbeteig, spanische Versschlüsse oder interne Fokalisierung bei heterodiegetischer Erzählinstanz. Und jetzt &#8230; <a href="http://percanta.de/2013/02/13/lernen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe einen Doktortitel, der mir noch nicht aberkannt wurde. Ich habe eine Prüferlizenz für die Zentrale Mittelstufenprüfung Deutsch und eine Zulassung als Master-Prüferin. Ich könnte Euch Flattervögel erklären, Mürbeteig, spanische Versschlüsse oder interne Fokalisierung bei heterodiegetischer Erzählinstanz. Und jetzt lerne ich Stricken. Und übe Demut.<br />
Wie kam man überhaupt darauf, dass Stricken funktionieren könnte?<br />
Ich gehe wieder aufribbeln. Und fange von vorne an. Demut.</p>
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		<title>Von der Flüchtigkeit des Wortes. Und des Ruhmes.</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Feb 2013 20:40:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Percanta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geisteswissenschaften und andere Randgruppen]]></category>
		<category><![CDATA[Listen die die Welt erklären]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie im Radsport werden übrigens auch in der Wissenschaft im Allgemeinen und von Doktorarbeiten im Besonderen die B-Proben nicht sofort untersucht, sondern für einen späteren Zeitpunkt aufbewahrt, wenn die Methoden der Doping-Ermittler zu denen der Betrüger aufgeschlossen haben. Nicht dass &#8230; <a href="http://percanta.de/2013/02/07/von-der-fluchtigkeit-des-wortes-und-des-ruhmes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie im Radsport werden übrigens auch in der Wissenschaft im Allgemeinen und von Doktorarbeiten im Besonderen die B-Proben nicht sofort untersucht, sondern für einen späteren Zeitpunkt aufbewahrt, wenn die Methoden der Doping-Ermittler zu denen der Betrüger aufgeschlossen haben. Nicht dass Sie in 33 Jahren sagen, Sie hätten das nicht gewusst.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ich wollt, ich wär&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Feb 2013 18:48:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Percanta</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild]]></category>
		<category><![CDATA[Neues vom Storch]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitzeichen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; unter dem Meer, im Garten einer Krake möcht&#8217; ich sein! Das haben wir im Kindergarten gesungen, eigentlich haben es die Kinder der Gelben Gruppe gesungen und uns anderen aus der Blauen oder Roten Gruppe den Mund verboten, sobald wir &#8230; <a href="http://percanta.de/2013/02/05/ich-wollt-ich-war/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8230; unter dem Meer, im Garten einer Krake möcht&#8217; ich sein!</em><br />
Das haben wir im Kindergarten gesungen, eigentlich haben es die Kinder der Gelben Gruppe gesungen und uns anderen aus der Blauen oder Roten Gruppe den Mund verboten, sobald wir die ersten Takte anstimmten: Wegen des <em>gelben</em> U-Bootes gehörte dieses Lied ausschließlich den Kindern der Gelben Gruppe. Klar. &#8220;Unter dem Meer&#8221; oder &#8220;Unter Wasser&#8221; ist auch das Thema des diesjährigen Kita-Faschings bei Nuno im Kindergarten. Nuno ist in der Grünen Gruppe, aber da die Gelbe Gruppe in seiner Einrichtung die Krippen-Gruppe ist, hoffe ich, er kommt um die Revierkämpfe beim gelben U-Boot herum. Zu Hause trällert er themenbezogen jedoch vor allem &#8220;In einen Harung jung und schlank,/ zwo, drei, vier, sit-ta-taa, tirallala&#8230;&#8221;. Unter Wasser. Sie lesen den Kleinen Wassermann, sie singen Herings- und andere Wasserlieder, sie bereiten das alles prima vor. Und Donnerstag dürfen sie sich verkleiden. Wahrscheinlich hängt es mit seinem Geburtstag in der Faschingszeit zusammen, dass Nuno bereits mit gerade so &#8211; nämlich seit gestern &#8211; vier Jahren mehr Kostüme hat als ich je hatte. Er könnte als zwei verschiedene Ritter gehen, als Musketier und als Indianer, er kann Bauarbeiter sein oder Prinzessin, und Marienkäfer war er auch schon. Unter-Wasser-Ritter sind allerdings eine seltene Spezies, und Nunos Vorstellungen von seinem diesjährigen Faschingskostüm standen auch vom ersten Tag der Thema-Einführung fest: Er wollte Krake sein. Krake, klar. Kraken gibt es in den Kostümabteilungen der örtlichen Kaufhäuser natürlich nicht. Aber eine Krake ist für eine in Handarbeitsdingen total desinteressierte Mami selbstverständlich kein Thema. Du willst eine Krake sein? Du wirst eine Krake sein, Schatz.<br />
(Um kurz zu erläutern, wie ich nähe: Der Marienkäfer trug eine rote Strumpfhose, ein rotes Shirt und ein symbolisches Punktetuch um den Hals geknotet. Den Punktestoff hatte ich aus dem Stoffladen, ich habe ihn zu einem ungefähren Quadrat geschnitten und den ausfransenden Rand mit Gardinenband meiner IKEA-Gardinen umgebügelt.)<br />
&#8220;Das Internet&#8221; spülte mir dann aber ein paar wunderbare Kraken-Kostüme an Bord (<a href="http://crafts.kaboose.com/swf/octopus-costume-craft-photo-350x255-hmann-11_rdax_65.jpg" rel="lightbox[1107]">#1</a>, <a href="http://www.beagoodmom.com/wp-content/uploads/2010/09/octopus-costume-halloween-craft-photo-420-FF1009HALLA32.jpg" rel="lightbox[1107]">#2</a>), und Nuno und ich waren gleichermaßen angetan von der Kapuzenkrake. Die sollte es werden.<br />
Aus einer blauen Kapuzenjacke (Kapuzenpullover gab es leider nicht einfarbig und ohne größere Motiv-Aufdrucke) in Schulkindgröße, einer halbierten Styroporkugel, Wackelaugen, silberweißer 3D-Stoffmalfarbe und Watte als Armfüllung habe ich nun also mit Nähunterstützung meiner Mutter (merci!) eine Krake genäht.</p>
<p>Und so sieht sie aus.</p>
<p style="color: #333333;font-size: 15.555556297302246px;font-style: normal;line-height: 26.666667938232422px"><img class="aligncenter size-large wp-image-1108" style="color: #333333;font-size: 15.555556297302246px;font-style: normal;line-height: 26.666667938232422px" alt="IMG_6727" src="http://percanta.de/files/2013/02/IMG_6727-768x1024.jpg" width="584" height="778" /></p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-1112" alt="IMG_6753" src="http://percanta.de/files/2013/02/IMG_6753-768x1024.jpg" width="584" height="778" />Wir hatten noch darüber diskutiert, ob eine Krake sieben oder acht Arme oder Beine hat. Nuno schlägt immer wieder &#8220;sieben&#8221; vor, und darum muss er gelegentlich nachzählen.</p>
<p><a href="http://percanta.de/files/2013/02/IMG_6757.jpg" rel="lightbox[1107]"><img class="aligncenter size-large wp-image-1109" style="color: #333333;font-size: 15.555556297302246px;font-style: normal;line-height: 26.666667938232422px" alt="IMG_6754" src="http://percanta.de/files/2013/02/IMG_6754-768x1024.jpg" width="584" height="778" /></a></p>
<p>Und wie viele Saugnäpfe?</p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-1111" alt="IMG_6731" src="http://percanta.de/files/2013/02/IMG_6731-768x1024.jpg" width="584" height="778" /></p>
<p>Egal. Passt schon! Und weggeschwommen, in einer blauen Tintenwolke.</p>
<p><a style="font-size: 15.555556297302246px;font-style: normal;line-height: 26.666667938232422px" href="http://percanta.de/files/2013/02/IMG_6731.jpg" rel="lightbox[1107]"><img class="aligncenter size-large wp-image-1110" alt="IMG_6757" src="http://percanta.de/files/2013/02/IMG_6757-768x1024.jpg" width="584" height="778" /></a></p>
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