Eine Frau setzt sich neben Nuno.
Sie: “Das ist aber eine scharfe Mütze!”
Er: “Nee, das sind Piraten.”
Sie: “Ach, toll, eine Piratenmütze hast Du auch?”
Er: “Aber keine mit Schafen.”
Archiv der Kategorie: Verhört und Verlesen
Natürlich und artgerecht
Ich esse nur Dünkelkekse. Das bin ich meinen Titeln schuldig.
Heiteres Personenraten
Ein einfaches Rätsel. Sie erkennen gewiss, von welchen Personen der Zeitgeschichte Nuno (noch 3) spricht?
a) “Der Tadana, der spricht englisch, engländisch. Dann ist der ein Engländer. Das weiß ich schon, dass der ein Engländer ist! Und er hat Haare, aber die sind ganz kurz.”
b) “Das ist der Blödkönig von Italien! Der muss doch ins Gefängnis!”
20 * C + M + B * 13
[Die Heiligen drei Könige aus dem Nordenland, wie Nuno sagt.]
Weihnachtswetter
Falls Sie sich über das miese Wetter zu Weihnachten gewundert haben sollten (hier: 7-15°, Regen), der Grund ist ein ganz einfacher: Den Schlitten vom Weihnachtsmann ziehen fliegende Regentiere. Sagt der Sohn. So sieht’s aus.
Jahreszeiten
Schweine steigern
B: “Aninchen gucken, Mami, ja?”
Ich: “Ja, lauf rüber, aber eigentlich heißen die Meerschweinchen. Guck, sie haben ganz kurze Ohren. Das sind Meerschweinchen, nicht Kaninchen.”
B. füttert sie, freut sich und macht Grunzgeräusche: “Guck, Mami, Wildschweine!”
Heute:
B: “Wo die Aninchen, Mami?”
Ich: “Guck, die haben sich da alle zusammengekauert. Aber sie heißen “Meerschweinchen”, weißt Du noch?”
B: “Aninchen streicheln, ja?”
Deutlich später, als eines der Meerschweinchen zutraulich ans Gitter kommt und er es lange füttern und streicheln kann, ruft er mich aufgeregt:
“Mami, guck! Streichel ich Vielschweinchen!”
Ein Vielschweinchen, zwei Mehrschweinchen, drei Ammeistenschweinchen im Nachbarsgarten.
Eigenarten, Weltsichten
Passig erzählt, daß sie zu jedem Wort, das sie kennt (von banalen Wörtern wie Präpositionen abgesehen), weiß, wo sie es zum ersten Mal gehört hat. Und sie dachte bis jetzt, es ginge jedem so. Ich hatte mal eine Freundin, D., die, sobald sie sich hinlegte und die Augen schloß, Traumbilder vor sich ablaufen sah wie in richtigen Träumen. Dachte auch, das ginge jedem so.
Wozu mir einfällt, dass ich mich zwar nur bei wenigen Wörtern an den Erstkontakt erinnere, dafür aber meistens mit Untertiteln höre. Wenn jemand – jemand anders oder ich selbst – spricht, sehe ich das Gesproche in Untertiteln durchlaufen. Nicht immer, aber häufig, und sobald ich davon erzählt habe, wieder verstärkt. Je bewusster ich spreche oder zuhöre, desto zuverlässiger erscheinen die Untertitel. Auch ich habe das für normal gehalten, bis ich es kurz vor dem Abi mal jemandem erzählte.
Ich habe so früh lesen gelernt, dass ich mich nicht erinnere, wie Hören ohne Verschriftlichung war, aber bis heute ist es ein Problem, etwas nur nach Gehör zu verstehen, wenn ich nicht weiß, wie man es schreibt. Fremdsprachen nur nach Hörverstehen zu lernen? Mir schier unmöglich. Eigennamen kann ich mir nicht merken, wenn ich keine Vorstellung von der Schreibweise habe, weshalb ich das immer als erstes frage, sonst ist da eine unscharfe Stelle im eingeblendeten Text. Und die permanente falsche Aussprache des Namens von der Leyen ärgert mich doppelt, weil es in der Unterzeile bei mir dann wie “Vónderlein” aussieht, was ja Quatsch ist. Die zu Schulzeiten geführten Diskussionen über die korrekte schriftliche Wiedergabe von Äußerungen wie zustimmendem “mhmmhm”, ablehnendem “‘m-’m” oder abwägendem “hmm” waren wichtiger, als meine Gesprächspartner geahnt haben dürften. Ablehnungsgeräusche kann ich bis heute nicht scharf erkennen.
Und in welcher privaten Normalität bewegt sich Ihre Wahrnehmung?
Spracherwerb mit der Mafia
S.I.: “Und das ist ein großer Flugdrache.”
B.B.: “Äh?”
S.I.: “Ein Flugdrache. Flugdrache.”
B.B.: “Blutrache.”
Der Rest ist Schweigen.
Kinderzoo
Ich: “Na, was bist Du denn für ein Tier?”
Kind: “Ein Nanu-Tier!”
Nuno proudly presents: das Nanu-Tier: