7 Gedanken zu “Fragen an meine Leser

  1. 1) Keines. Als Universaldilettant würde ich umgekehrt meine zwei, drei echten Begabungen weiter aufteilen, um noch mehr Dinge ein bisschen zu können.
    2) Diese drei.
    3) Von der Arbeit mehr Energie und Konzentration übrig behalten für Menschen und Dinge, die mir wichtig sind. Vorschläge für das Wie nehme ich gerne entgegen.

    • @giardino, oh, 1) ist eine sehr interessante Antwort und für mich überraschend, in die Richtung hatte ich gar nicht gedacht. Danke. (Was würdest Du denn noch probieren?)

      • Handwerkliches z. B., Dinge selber bauen aus Holz oder Metall. Gärtnern können. Ein Weinkenner werden. Verhandeln können (womöglich sogar mit Spaß!). Aus dem Stegreif Geschichten erzählen können. Klavier spielen können.

  2. 1. Dachte als erstes: Schreiben aufgeben, um richtig richtig richtig gut Musik machen zu können (as in Streichinstrumente spielen), aber das kommt mir jetzt sehr riskant vor.
    2. Liebe? Hoffnung klingt zu sehr nach Sachen, die in der Zukunft liegen, nur in der Zukunft liegen können und nicht neben mir. Glaube war bis jetzt recht entbehrlich.
    3. Wieder einen Tagesablauf haben, der mich in die Nähe von anderen Menschen bringt, die ich mir als Freund_innen wünschen kann. Dieser ewige Urlaub lähmt und isoliert mich.

    • Danke! Ich habe auch an die Musik gedacht als Begabung, die ich ausbauen würde. Eigentlich habe ich (gut) Klarinette gespielt, jetzt singe ich (nicht so gut). Mein Deal wäre gewesen, 2-3 Begabungen aufzugeben, um dafür für richtig, richtig singen zu können. Und dann der Gedanke hey, warum nicht Klarinette? Aber richtig gut Singen würde ich wohl tatsächlich vorziehen. Und dann meine Deal-Angebote: Ich habe bisher so etwas wie Zeichnen oder Diskuswurf und Weitsprung auf den Tisch gelegt, aber ganz ehrlich – Zeichnen und Diskuswurf sind beides Talente, die ich heute sowieso nicht pflege, und auch wenn ich ein bisschen stolz bin, als Mädchen vernünftig werfen zu können, ist das in meinem heutigen Leben ziemlich verzichtbar. Darum wäre das wohl ein fauler Handel, der so nicht zählen würde. Ich müsste wohl was anbieten, was mir heute wichtiger ist, und dann bin ich auch schnell bei so etwas wie Schreiben oder Sprachenzeug. Und dann bin ich lange nicht so entschlossen, den Tausch einzugehen. Zumal mein Beruf dranhängt. (Aber, richtig Singen? Hätte schon was. Hm.) (Umdrehen? Musikalität weggeben, dafür richtig Schreiben? Hmmmmm.)
      Für alles andere: Alles Gute.

  3. 1. Aufgeben ist vielleicht nicht das richtige Wort, aber ich würde gerne meine Geduld mit Dingen auch ein bisschen auf Menschen ausweiten.

    2. Glaube habe ich, an mich, an andere. Ich würde ganz auf Hoffnung verzichten und dafür ein bisschen mehr Liebe nehmen. Hoffnung ist ein dummes Ding. Sie kann im Prinzip nur enttäuscht werden. Sachen erfüllen sich mit und ohne Hoffnung. Ich freue mich über eine positive Sache genauso sehr, wenn ich nicht darauf gehofft habe. Aber enttäuschte Hoffnung ist was ganz Böses. Also weg damit.

    3. Für mich muss sich gar nicht so viel ändern. Ich hoffe nicht mehr, sondern lege mir einfach einen Plan B fest, wenn irgendwas nicht so läuft, wie ich es gern hätte. Klappt (bei mir) prima.

  4. Mir geht es ähnlich wie Giardino. Ich kann ganz viele Sachen, aber nichts richtig. Universaldilettantin. Aber ich würde gerne besser malen können.
    Dafür könnte ich darauf verzichten, immer schneller zu sein als alle anderen.
    Aber das bringt wieder Zeitgewinn, also…Nö, es ist gut, wie es ist.

    Von den dreien würde ich auf nichts verzichten wollen. Verschwindet der Glaube an etwas, an jemanden, sind auch die Hoffnung und die Liebe weg.

    Ändern? Mit den Jahren ist man eher froh, wenn alles so bleibt.

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